Personal

Inner Strength

Da ich schon so viel mit euch geteilt habe, möchte ich in diesem sehr persönlichen Blogeintrag darüber erzählen, wie ich mich nach einer energielosen Phase wieder erholt habe. Obwohl mein Kopf wusste, dass alles in Ordnung ist, waren mein Herz und mein Körper anderer Meinung. Doch wie heißt es nicht so schön: “Nach jedem Tief kommt auch wieder ein Hoch“ und so war es auch bei mir. Ihr müsst wissen, ich bin im Sternzeichen Fische und so ist es mir sozusagen in die Wiege gelegt worden, ein sensibler Mensch zu sein und ich brauche immer eine gewisse Zeit, um Rückschläge zu verkraften. Zeit, die man sich unbedingt nehmen sollte, um zu reflektieren bzw. um zu analysieren, was passiert ist. Das was geschehen ist, sollte man verarbeiten und nicht einfach runterschlucken. Wäre wohl einfacher, wenn man gewisse Dinge von heute auf morgen vergessen könnte, aber so einfach ist es leider nicht. Alle die glauben, sie könnten es, die irren sich, denn unser Körper, unser Gehirn als auch unsere Zellen merken sich jeden Kratzer, auch wenn es nur ein kleiner war. Doch Kratzer gehören zu unserem täglichen Leben und sie bringen uns dazu, zu wachsen, daraus zu lernen und vor Allem, stärker zu werden und es uns ermöglicht, eine psychische, innere Schutzschicht aufzubauen, damit wir zukünftig nicht mehr so leicht verletzbar sind.

Auch wenn der Kopf weiß, was vor sich geht, mein Körper sowie meine Psyche melden sich sofort, wenn etwas nicht stimmt. Obwohl mir bewusst war, wie ich in einer bestimmten Situation zu handeln habe, hat sich mein Unterbewusstsein in der Form bei mir gemeldet, indem es mich teilweise körperlich „gelähmt“ hat. Meine komplette rechte Körperhälfte hat begonnen zu streiken. Dies hatte zur Folge, dass mir beim Sport alles weh getan hat, mir jegliche Power fehlte und sportlich einfach nichts mehr weiter ging. Was für mich eine Qual war, denn nach dem Sport fühle ich mich üblicher Weise immer besser, hingegen jetzt fühlte ich mich nach einer schwachen sportlichen Leistung sogar noch schlechter als vorher. Weiters hatte ich das Gefühl, als würde ich neben mir stehen. Etwas stimmte nicht. Ich spürte keinerlei Motivation in mir, fühlte mich schlapp, unwohl und war zeitweise völlig planlos.

Ich habe versucht diesen Zustand zu akzeptiert und mit dem Wissen, dass alles wieder einmal gut wird, getröstet. Obwohl ich nicht wusste, wie lange diese Phase wohl dauern würde, war ich davon überzeugt, dass es wieder besser werden wird. So war es auch tatsächlich, nachdem ich beschlossen hatte, mich wieder aufzuraffen und „step by step“ zu meinem alten Ich zurück zu kehren. Das klingt zwar relativ einfach, aber all das braucht in der Praxis eine Weile und auch viel Geduld. Mir wurde bald klar, dass mir dazu die nötige Routine fehlte, um mich bald wieder fit und vital zu fühlen. Doch irgendwie konnte ich im Alltag nicht die dafür erforderliche Energie aufbringen, wieder mehr Disziplin in meinem Tagesablauf einzuhalten. Obwohl ich es so sehr wollte und ich jeden Tag beschlossen hatte, heute starte ich wieder durch, verlor ich im Laufe des Tages wieder die Kraft, um mich daran zu halten. Ich konnte mich also noch so sehr bemühen, das Problem lag definitiv etwas tiefer. Daraus folgte meine Erkenntnis, dass ich meine Lage nicht einer gewissen Person zuschanzen konnte (was ja einfacher gewesen wäre, jemanden Anders die Schuld zu geben, spielt es aber nicht!), die Person war lediglich der Auslöser für meinen “Zustand” welcher mich im Grunde schon mein ganzes Leben lang belastet hat.

Somit war es an der Zeit, meine Therapeutin aufzusuchen, denn nur mit ihrer Hilfe kann ich mich wieder aus diesem “Sumpf“ heraus ziehen. Sie arbeitet nach dem 3 in 1 Concept und hat mir schon einige Male sehr geholfen. Das 3 in 1 Concept ist eine kinesiologische, ganzheitliche Methode, die es möglich macht, von den belastenden Gefühlen loszulassen, um danach „freier“ agieren zu können. Das Verdrängte wirkt nämlich im Unterbewusstsein weiter und führt zu emotionalen Störungen. Sprich wir haben zusammen erarbeitet, wann genau sich diese bestimmten Gefühle, Glaubenssätze in mir manifestiert hatten um sie anschließend zu lösen. Eine wirklich faszinierende Erfahrung die zu 100 Prozent ins Schwarze getroffen hatte. Für mich war das ein Durchbruch, den ich vielleicht schon viel früher angehen hätte sollen, doch es wahr wohl erst jetzt die Zeit dafür.

Weiters habe ich zwei Mal eine Mindful Body Yoga Klasse im Body Concept Vienna Studio besucht. Bereits in New York entdeckte ich diese Art von Klasse für mich. Eine Stunde beinhaltet, Yoga, auspowern und seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Eine derartige Stunde ist so zu sagen eine Therapiestunde für Körper und Geist. Verena Hoflehner, ein zertifizierter “Health Coach” und eine äußerst begabte, sympathische Yoga Lehrerin, leitet diese Stunde, in der man alles raus lassen kann. Es wirkt so befreiend, denn es ist erlaubt zu tanzen, zu springen, laut zu schreien, zu lachen und zu weinen. All das, was in uns schlummert, kann in diesen 75 Minuten wachgerüttelt werden. Natürlich muss man sich auch darauf einlassen können und wer das kann, ist in dieser Stunde richtig. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, sich wieder gut zu fühlen wieder zu einer positiven und entspannten Grundeinstellung zu kommen. Wie, ist jedem selbst überlassen, doch wenn es einem gut tut und man sich dabei wohl fühlt ist es eine gute Sache.

Alleine der Entschluss, dass man beginnt, sich mit sich selber und mit den vorhandenen persönlichen Problemen auseinander zu setzen, ist der erste Schritt für ein besseres Wohlbefinden. Ich kann hier nur für mich sprechen und kann euch sagen, ich fühle mich mit dieser Lebenseinstellung so, als wäre ich neu geboren. Wenn diese Lebensfreude, Energie wieder in einem aufblüht, beginnt man automatisch zu strahlen, aufrecht zu gehen und man sieht alles wieder aus einem anderen, positiveren Blickwinkel.

Mit meinem zurückgewonnenen Elan, wurde mir eine Sache schnell klar, ich musste mein Privatleben etwas aufräumen und viel mehr auf meine innere Stärke vertrauen. Ohne mit der Wimper zu zucken habe ich das auch getan. Vollidioten meine Meinung gesagt, Blender blockiert, beruflich Klartext gesprochen und mit 1. November einen neuen Trainingsplan zusammen gestellt. Und soll ich euch etwas sagen, es fällt mir tatsächlich leicht so zu handeln, so als hätte ich eine neue Seite an mir entdeckt. Es fühlt sich irgendwie neu an und zugleich so, als würden Superkräfte durch meine Adern fließen. Ein unbeschreiblich gutes Gefühl.

Was es nun war, dass mich schlussendlich von den Scheintoten erweckt hat? Klingt für euch jetzt vielleicht eigen, aber ich habe meine fehlende “Innere Stärke” wieder gefunden und sie aufpoliert. Durch den Verlust der “Innere Stärke” bin ich nämlich im wahrsten Sinne des Wortes psychisch verwelkt. Jetzt habe ich sie wieder in mir, die Stärke, die mich wieder an mich glauben lässt, die mir dabei hilft, auf das Gute im Menschen zu vertrauen. Genug Stärke, mich in Geduld zu üben und das Wichtigste, die Stärke zu besitzen, um zu wissen, wer ich selber bin, was ich kann und was ich im Leben eigentlich will. Wieder ein Ziel vor Augen zu haben, zu wissen, dass ich alles schaffen und mit viel Disziplin mein Ziel auch erreichen kann. Diese inneren Stärke hält zudem meine Motivation aufrecht, in diesem Sinne weiter zu machen.

Was ich für mich gelernt habe und ich euch gerne mitgeben möchte ist, dass sobald ihr mit euch selbst im Reinen seid, alles gut läuft. Das war ich leider selber nicht in der vergangenen Zeit. Mein letzter privater Rückschlag brachte mich eben komplett aus meiner Balance und die damit verbundenen Nachwehen spürte ich erst viel später. Was nur menschlich ist und der Körper schlägt wie immer sofort Alarm. Da ich in den letzten Jahren sehr viel über mich gelernt habe, mit Situationen anders umzugehen als wie vor einigen Jahren, war es zwar ein harter Schlag wieder am Boden zu sein, aber ich konnte mich viel schneller und auf eine andere Art und Weise wieder davon erholen. Ich bin eben kein Stein sondern ein Mensch mit Gefühlen und Schwächen, mit denen ich mittlerweile immer besser umgehen kann.

Lernt aus solchen Phasen, gebt euch und eurem Körper Zeit, aber steht immer wieder auf. Nur wer etwas ändern möchte, weiterkommen will, der kommt aus solch einer unguten Stimmung sogar gestärkt wieder heraus. Der Weg ist nicht immer einfach, jedoch es ist zu schaffen, glaubt mir. Wenn ihr etwas ändern wollt, nehmt es in die Hand und ihr werdet sehen, wie gut ihr euch danach fühlt. Jeder von uns hat mit anderen Problemen und Aufgaben zu kämpfen, und ich bekämpfe sie mit meiner neu gewonnen inneren Kraft. Wenn ich merke, dass ich Kraft brauche, schließe ich meine Augen, atme tief ein und spüre wie sich die Kraft in meinem Brustkorb aufbaut und mein Körper schaltet in der Sekunde auf POWER.

xoxo, Anna

Fotos: Ramona Hackl

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