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Schöne Zähne

Frau Dr. Eckersberger wird von uns Leni genannt. Sie ist nämlich nicht nur unsere Zahnärztin sondern auch eine unserer längsten und liebsten Freundinnen. Studiert und absolviert hat sie in England und das in Mindestzeit. Unsere Leni liebt es mit Bohrer, Nadeln und Skalpell zu hantieren. Wunden fachmännisch zu bearbeiten und Schmerzen so gut es geht zu lindern ist ihr tägliches Business. Man kann selbst an ihrem Lächeln erkennen dass sie Zahnärztin ist, denn wenn jemand perfekte und strahlende Zähne hat dann sie. Wer kann uns neugierige Fragen über unsere Beisserchen besser beantworten also Leni? Tipps wie Zähne vorbildlich sauber bleiben, was die Vorteile einer elektrischen Zahnbürste sind und vieles mehr lest ihr in diesem Interview.

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Mit welcher Methode kann man die Zähne schonend bleichen?

Der Goldstandard beim Bleichen ist und bleibt das sogenannte „Home Bleaching“.  Das bedeutet der Patient verwendet vom Zahnarzt individuell angefertigte Bleichschienen mit Bleichgel um Zuhause die Zähne langsam und schonend aufzuhellen. Alternativ, für Menschen die einen sofort Effekt wünschen gibt es auch die „Office Bleaching“ Methode, in der direkt in der Zahnarzt Praxis gebleicht wird. In beiden Fällen ist eine Beratung beim Zahnarzt ratsam.

Sind Produkte wie Zahnpasta oder Kaugummis mit einer aufhellenden Funktion wirklich effektvoll?

Die einfachste Antwort muss hier Nein lauten. Solche Produkte können maximal leichte Verfärbungen entfernen. Ihre Wirkung erzielen diese jedoch mit groben Putzkörpern, welche die Zahnoberfläche langfristig beschädigen können.

Wann und wie oft macht der Einsatz von Zahnseide wirklich Sinn? 

Ob mit Zahnseide oder Interdentalbürsten, die Reinigung der Zahnzwischenräume ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer guten Mundhygiene. Nicht mal die beste Putztechnik oder teuerste Zahnbürste der Welt könnte dieses Hilfsmittel ersetzen. Wenn auch die Anwendung aufwendig sein kann, ist es unerlässlich 1x täglich, am besten abends, vor dem Zähneputzen, Zahnseide zu verwenden.

Wie oft empfiehlt es sich eine Mundhygiene machen zu lassen? 

Diese Frage kann nicht generalisiert beantwortet werden. Wie oft eine professionelle Zahnreinigung notwendig ist, muss individuell vom Zahnarzt empfohlen werden. Abhängig von Faktoren wie der Qualität häuslicher Mundhygiene, Speichelkonsistenz, Genussgewohnheiten (Zigaretten, Kaffee, Tee, Rotwein usw.)  oder eine Neigung zu Parodontitis lassen die Notwendigkeit von und Abstände zwischen Mundhygienesitzungen stark variieren.

Was können Faktoren für einen schlechten Atem sein und was kann man schnell dagegen tun? 

Hier muss man grundsätzlich zwischen vorübergehend schlechten Atem nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel wie Knoblauch / Zwiebel oder persistenten Mundgeruch entscheiden. Zweiterer kann multifaktorelle Ursachen haben, welche wenn aus der Mundhöhle entstammen vom Zahnarzt diagnostiziert und behandelt werden können. Bei vorübergehendem Mundgeruch empfiehlt es sich wenn möglich, Zähne und Zunge von Belägen zu reinigen. Kaugummi, zuckerfreie Zuckerl oder Mundspülungen regen den Speichelfluss an und können Mundgeruch kurzzeitig überdecken.  Als Geheimtipp gegen eine gemeine Knoblauchfahne gilt das Kauen auf frischen grünen Kräutern.

Wann ist ein Mundwasser ratsam?

Mundspülungen gibt es in unzähligen Variationen zu kaufen und versprechen oft Wunder. Fakt ist, wer seine Zahnhygiene mit Bürste und Seide ernst nimmt, braucht nicht unbedingt noch zusätzlich Mundwasser zu verwenden. Wenn man zum Beispiel die Zahnpasta mit etwas Wasser nach dem Putzen noch eine Minute zwischen den Zähnen durch spült, hat dies einen ähnlich therapeutischen Effekt. Nichtsdestotrotz sind Mundspülungen sinnvoll wenn eine kleine Erfrischung zwischendurch erwünscht ist oder um Krankheitskeime vorübergehend zu unterdrücken wenn das putzen im Sinne der normalen Zahnhygiene nicht möglich ist.

Gibt es einen Geheimtipp um sich die Zähne zu putzen falls keine Zahnpasta/Bürste in der Nähe ist?

Das kennt jeder, stressiger Tag, ein Termin jagt den nächsten, und der Mund fühlt sich unsauber, die Zähne belegt an. So direkt zum Dinner? Nein, es gibt kleine Tipps um sich schnell wohler und frischer zu fühlen. Einfach ein kleines sauberes Frotteehandtuch um den Zeigefinger wickeln, nass machen und damit die Zahnoberflächen innen und außen, sowie auch die Zunge abrubbeln. Für einen besseren Geschmack empfiehlt sich klar, einen Kaugummi nachzuwerfen. Diese Technik macht niemals so gründlich sauber wie eine Bürste, ist aber viel wert wenn diese eben nicht zur Hand ist.

Putzen elektrische Zahnbürsten wirklich viel besser als Handzahnbürsten? Wenn ja warum?

Prinzipiell gilt, wer gesunde Zähne hat und immer händisch geputzt hat macht wohl viel richtig und beherrscht die perfekte Technik. Erfahrungsgemäß jedoch sind die meisten Menschen besser beraten eine gute elektrische Zahnbürste zu verwenden. Studien belegen, Elektrobürsten sind bei der Entfernung von Belägen einer klassischen Handbürste doch etwas überlegen.

Wie oft sollte man den Bürstenkopf wechseln und welche Borsten sind die Besten? 

Gewechselt gehört der Bürstenkopf spätestens alle 3 Monate. Bei längerer Verwendung siedeln sich hartnäckige Bakterien in der Bürste an und die Borsten werden rau und unflexibel. Nach einer Zahnfleischentzündung, Erkältung, Mundinfektion oder Rachenentzündung sollte die Zahnbürste in jedem Fall entsorgt werden, denn diese kann Keime festhalten und sie wieder ins Spiel bringen.

Egal ob Hand- oder Elektro-zahnbürste, wichtig sind Modelle mit weichen Bürsten zu wählen und diese nur sanft und ohne übermäßigen Druck anzuwenden. Ideal wäre es, die Bürste mit nur 150-200g Druck über die Zähne und das Zahnfleisch zu bewegen. Klingt komisch, aber das kann sehr effektiv mit der Zahnbürste auf einer Küchenwaage geübt werden.

xoxo, Anna & Leni

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