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Ölziehen

Was genau hat es eigentlich mit diesem “Ölziehen” auf sich? Genau, diese Frage habe ich mir auch gestellt und neugierig wie ich bin, habe ich recherchiert. Danach probierte ich es gleich mal selber aus, damit ich auch meine Meinung zu diesem Thema in die Welt schicken kann.

Kurz erklärt, das Ölziehen ist eine alternative, medizinische, ayurvedische Methode, bei welcher natürliche Öle dazu genutzt werden, dem Körper Giftstoffe zu entziehen. Zudem wirkt sich eine Öl Kur besonders auf die Zahn- und Mund Hygiene positiv aus. Um es auf den Punkt zu bringen, ölziehen bringt keinerlei negative Nebeneffekte mit sich, aber es kann jedoch auf einem sehr einfachen Weg, extrem viel positives bewirken.

Wie es funktioniert? Man torkelt aus dem Bett, und bevor man sich die Zähne putzt, nimmt man einen Teelöffel voll Öl in den Mund, und spült damit etwa für 15-20 Minuten die Mundhöhle aus! In der Zwischenzeit kann man sich dem Haushalt widmen, seine Tasche packen, Nachrichten lesen, ein Frühstück zubereiten oder das Mittagessen vorkochen. Die Zeit ist schnell um und man wird feststellen, dass die Flüssigkeit im Mund immer mehr geworden ist. Daher würde ich bei der Ölmenge nur zu einem vollen Teelöffel raten und nicht viel mehr. Gut durchgespült, kann das Öl dann ausgespuckt werden. Dann mit etwas warmen Wasser nachspülen und anschließend, wie immer, dir Zähne putzen. Diese Ölkur kann man noch optimieren, indem man die Zunge vor der Einnahme des Öls, abschabt (klingt etwas ekelig, ich weiß, aber es wirkt). Dafür gibt es spezielle Zungenschaber aus dem Drogerie Markt, oder man verwendet einfach einen Löffel, so wie ich, ganz unkompliziert. Bei diesem Schritt entfernt man nämlich vorab Bakterien und wer regelmäßig seine Zunge putzt, verbessert die Sensibilität der Geschmacksknospen und stärkt sein Geschmacksempfinden.

Welches Öl ich verwende? Im Prinzip eignet sich jedes Öl dafür, kommt darauf an, wie geschmacksempfindlich man ist. Ich hatte mein erstes Öl-Spül-Erlebnis mit einem Leinöl, und es war schrecklich, einfach nur widerlich. Extrem viele haben mir daraufhin den Tipp gegeben, Kokosfett dafür zu verwenden. Ganz ehrlich, die ersten zwei Male sich auf nüchternen Magen, um eine unchristliche Zeit, sich einen Teelöffel Kokosfett in den Mund zu schieben, ist wirklich hart und man denkt sich nur “was tue ich da eigentlich”? Am dritten Tag hatte ich mich schon daran gewöhnt, denn das Kokosfett wird in wenigen Sekunden flüssig und ist im Gegensatz zum Leinöl, so gut wie geschmacksneutral. Es gibt aber auch für diese Ölkur spezielle Produkte wie z.B. das “Dental Oil” von Pure Skin Food. Der Unterschied, es schmeckt leicht nach Menthol, hat jedoch denselben Effekt wie gewöhnliche pflanzliche Öle.

Mein persönliches Fazit? Ich habe die Ölkur vor ca. einem Monat begonnen und ich kann es nur jedem empfehlen, da ich bereits nach kurzer Zeit die positive Wirkung feststellen konnte. Meine Zähne sind zum Glück generell recht hell, doch durch das viele Teetrinken habe ich das Gefühl, dass sie sich mit der Zeit ein wenig verfärbt haben. Ha, durch das Ölziehen werden meine Zähne tatsächlich wieder heller und sie strahlen richtig; fast so wie in der Zahnpasta Werbung. Auch meine Haare haben, zu meiner großen Überraschung, so einen unglaublich schönen Glanz erhalten. Die Haut profitiert ebenfalls davon, denn ich habe bemerkt, dass die Unreinheiten um Einiges weniger geworden sind. Trotz Grippe konnte ich feststellen, dass mit Hilfe dem Ölziehen, meine Halsschmerzen nicht so wild waren wie ich sie sonst kenne. Kann natürlich auch eine Einbildung von mir sein, aber besser so als andersrum, oder?

Da ich vom Oil-pulling so begeistert bin, ist es somit ein fixer Punkt in meiner Morgenroutine geworden. Ich kann es wirklich weiterempfehlen, denn man hat rein gar nichts zu verlieren, im Gegenteil es beinhaltet sogar ein tägliches Gesichtsgymnastik-Training!

xoxo, Anna

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